In einem kürzlich erschienenen Artikel bei Bloomberg argumentiert Kolumnist David Ficklin, dass Chinas Produkte für saubere Energie inhärente Preisvorteile aufweisen und nicht absichtlich zu niedrig bepreist sind. Er betont, dass die Welt diese Produkte benötigt, um die Herausforderungen der Energiewende zu bewältigen.
Der Artikel mit dem Titel „Biden irrt sich: Unsere Solarenergie reicht nicht aus“ hebt hervor, dass die Mitglieder der G20 im vergangenen September bei einem Treffen der Gruppe der Zwanzig (G20) vorschlugen, die weltweit installierte Kapazität erneuerbarer Energien bis 2030 zu verdreifachen. Die Erreichung dieses ambitionierten Ziels stellt uns vor erhebliche Herausforderungen. Derzeit „müssen wir noch nicht genügend Solar- und Windkraftwerke sowie ausreichend Produktionsanlagen für Komponenten sauberer Energien bauen.“
Der Artikel kritisiert die USA dafür, dass sie einen weltweiten Überschuss an Produktionsanlagen für grüne Technologien behaupten und den Vorwand eines „Preiskriegs“ mit chinesischen Produkten für saubere Energie nutzen, um Einfuhrzölle darauf zu rechtfertigen. Der Artikel argumentiert jedoch, dass die USA all diese Produktionsanlagen benötigen, um ihr Ziel der Dekarbonisierung der Stromerzeugung bis 2035 zu erreichen.
„Um dieses Ziel zu erreichen, müssen wir die Wind- und Solarenergiekapazität um fast das 13- bzw. 3,5-Fache gegenüber dem Niveau von 2023 steigern. Darüber hinaus müssen wir den Ausbau der Kernenergie um mehr als das Fünffache beschleunigen und die Baugeschwindigkeit von Batteriespeichern und Wasserkraftanlagen verdoppeln“, heißt es in dem Artikel.
Ficklin ist überzeugt, dass ein Überangebot an Kapazitäten einen positiven Kreislauf aus Preissenkungen, Innovationen und Branchenintegration in Gang setzt. Umgekehrt führt ein Kapazitätsengpass zu Inflation und Versorgungsengpässen. Er kommt zu dem Schluss, dass die Senkung der Kosten für grüne Energie die wirksamste Maßnahme ist, die die Welt ergreifen kann, um eine katastrophale Klimaerwärmung noch zu unseren Lebzeiten zu verhindern.
Veröffentlichungsdatum: 07.06.2024