Die Ausfallraten von Lithium-Ionen-Batterien in Elektrofahrzeugen sind in den letzten Jahren deutlich gesunken. Das Vehicle Technology Office des US-Energieministeriums hob kürzlich einen Forschungsbericht mit dem Titel „Neue Studie: Wie lange hält eine Elektrofahrzeugbatterie?“ hervor, der von Recurrent veröffentlicht wurde. Der Bericht zeigt Daten, die belegen, dass die Zuverlässigkeit von Elektrofahrzeugbatterien im letzten Jahrzehnt, insbesondere in den letzten Jahren, große Fortschritte gemacht hat.
Die Studie untersuchte Batteriedaten von rund 15.000 wiederaufladbaren Autos im Zeitraum von 2011 bis 2023. Die Ergebnisse zeigen, dass die Batteriewechselraten (aufgrund von Ausfällen und nicht von Rückrufen) in den ersten Jahren (2011-2015) deutlich höher waren als in den letzten Jahren (2016-2023).
In der Anfangsphase, als die Auswahl an Elektrofahrzeugen noch begrenzt war, wiesen einige Modelle bemerkenswert hohe Batterieausfallraten auf, die mehrere Prozentpunkte erreichten. Analysen zeigen, dass 2011 das Jahr mit den meisten Batterieausfällen war, mit einer Rate von bis zu 7,5 % (Rückrufe ausgenommen). In den Folgejahren lagen die Ausfallraten zwischen 1,6 % und 4,4 %, was auf anhaltende Herausforderungen für Elektroautofahrer im Umgang mit Batterieproblemen hinweist.
IT House beobachtete jedoch ab 2016 eine deutliche Veränderung: Die Ausfallrate von Batterien (ohne Rückrufe) erreichte einen klaren Wendepunkt. Obwohl die höchste Ausfallrate weiterhin bei etwa 0,5 % lag, bewegte sie sich in den meisten Jahren zwischen 0,1 % und 0,3 %, was einer bemerkenswerten zehnfachen Verbesserung entspricht.
Der Bericht stellt fest, dass die meisten Funktionsstörungen innerhalb der Herstellergarantiezeit behoben werden. Verbesserungen der Batteriezuverlässigkeit sind auf ausgereiftere Technologien wie aktive Flüssigkeitskühlsysteme, neue Strategien für das thermische Batteriemanagement und neuere Batterietechnologien zurückzuführen. Darüber hinaus spielt auch eine strengere Qualitätskontrolle eine wichtige Rolle.
Bei Betrachtung einzelner Modelle wiesen die frühen Tesla Model S und Nissan Leaf die höchsten Batterieausfallraten auf. Diese beiden Fahrzeuge waren damals im Segment der Plug-in-Hybride sehr beliebt, was auch die durchschnittliche Ausfallrate insgesamt in die Höhe trieb.
2013 Tesla Model S (8,5 %)
2014 Tesla Model S (7,3 %)
2015 Tesla Model S (3,5 %)
2011 Nissan Leaf (8,3 %)
2012 Nissan Leaf (3,5 %)
Die Studiendaten basieren auf Rückmeldungen von rund 15.000 Fahrzeughaltern. Erwähnenswert ist, dass der Hauptgrund für die groß angelegten Rückrufaktionen des Chevrolet Bolt EV/Bolt EUV und des Hyundai Kona Electric in den letzten Jahren fehlerhafte Batterien von LG Energy Solutions (Produktionsprobleme) waren.
Veröffentlichungsdatum: 25. April 2024
