Im Zuge des Entwicklungstrends Nachhaltigkeit hat sich die Umsetzung umweltfreundlicher und kohlenstoffarmer Konzepte zu einem strategischen Konsens aller Länder weltweit entwickelt. Die neue Energiewirtschaft trägt eine strategische Bedeutung für die beschleunigte Erreichung der Klimaziele, die Verbreitung sauberer Energien und innovativer Technologien und hat sich in den letzten Jahren zu einem zukunftsträchtigen Energiezweig in der globalisierten Industrie entwickelt. Da die neue Energiewirtschaft nun in eine Phase rasanten Wachstums eintritt, ist ihr schneller Aufstieg und ihre Weiterentwicklung ein unabdingbarer Trend für eine nachhaltige Entwicklung in der Zukunft.
Afrikas wirtschaftliche Rückständigkeit, die finanzielle Unfähigkeit der Regierungen, die für den Bau und die Instandhaltung der Energieinfrastruktur erforderlichen massiven Investitionen zu stemmen, sowie der begrenzte Energieverbrauch, die geringe Attraktivität für Investoren und viele weitere ungünstige Faktoren haben zu einem Energiemangel in Afrika geführt, insbesondere in der Subsahara-Region, die als der von der Energieversorgung vergessene Kontinent gilt. Afrikas zukünftiger Energiebedarf wird noch steigen. Afrika wird künftig die Region mit den meisten und günstigsten Arbeitskräften sein und mit Sicherheit mehr Niedriglohnindustrien anziehen, was unweigerlich einen enormen Energiebedarf für den täglichen Bedarf, die Wirtschaft und die Industrie generieren wird. Fast alle afrikanischen Länder sind Vertragsparteien des Pariser Klimaabkommens und die meisten haben strategische Pläne, Ziele und konkrete Maßnahmen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen verabschiedet, um mit dem globalen Energiewandel Schritt zu halten, Investitionen anzuziehen und nachhaltiges Wirtschaftswachstum in Afrika zu erzielen. Einige Länder haben begonnen, in den Bau groß angelegter neuer Energieprojekte zu investieren und erhalten Unterstützung von europäischen und amerikanischen Ländern sowie internationalen multilateralen Finanzinstitutionen.
Zusätzlich zu ihren Investitionen in neue Energien im eigenen Land leisten westliche Länder erhebliche finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer, insbesondere für afrikanische Länder, und haben ihre Finanzierung traditioneller fossiler Brennstoffe schrittweise eingestellt. Sie fördern den Übergang zu neuen Energien in Entwicklungsländern energisch. So plant beispielsweise die EU-Strategie „Global Gateway“, 150 Milliarden Euro in Afrika zu investieren, wobei der Schwerpunkt auf erneuerbaren Energien und Klimaanpassung liegt.
Die Unterstützung von Regierungen und internationalen multilateralen Finanzinstitutionen bei der Finanzierung neuer Energiequellen in Afrika hat auch die kommerziellen Kapitalinvestitionen in den afrikanischen Energiesektor gefördert und vorangetrieben. Da die Energiewende in Afrika ein unumkehrbarer Trend ist, wird der Anteil neuer Energien am afrikanischen Energiemix angesichts sinkender Kosten weltweit und der Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zweifellos weiter steigen.
Veröffentlichungsdatum: 20. April 2023

